StartseiteN-FahrzeugeConrail 1971 GE B23-7

Vor dem FREMO-Treffen Waldenburg im Januar 2017 wurden noch moderne N-Loks gesucht, also habe ich die Conrail B23-7 für die 1990er-Jahre hergerichtet, die eigentlich eine MNNR-Lok werden soll (diese hab ich inzwischen neu gekauft – die CR 1971 bleibt CR 1971, dazu ist sie einfach zu schön geworden).

In die Atlas Lok wurde ein Zimo-Decoder eingebaut und die Beleuchtungs-LED durch Golden-White ersetzt. Der neue Decoder hat der Lok sehr gut getan, kein Vergleich zu den Fahreigenschaften einer baugleichen Lok mit dem ab Werk eingebauten Decoder. Mit dem Zimo kann man richtig schön rangieren.

Die Lok sollte vor allem eine betriebsgerechte Alterung bekommen, out-of-the-box Loks gibt es bei N leider viel zu viele.

Auf den Vorbildsfotos der 90er-Jahren zeigte sich auf den Loks eher dunkle Dreckspuren, das Dach sieht so aus als ob es eher nicht Blau lackiert war. Vielleicht war das Blau auch nur durch eine dicke Rußschicht überdeckt.

Auch wenn es unlogisch klingt, der Blauton des Gehäuses wurde zuerst mit einer ganz dünnen, kaum sichtbaren Staubschicht aus lichtgrauner Grundierung mit der Airbrush lackiert. Diese „bleicht“ die Farbe etwas aus und lässt diese nicht mehr so knallig wirken. Das Dach des Führerhauses und die Pufferbohlen wurden dunkelgrau gespritzt (das mag nicht der Originalfarbton sein, aber auch auf den Bildern wirken die Flächen wie farblich abgesetzt), der Tank und die Drehgestellblenden schwarz und die Kupplung rostig. Dann ging es mit dem Pinsel weiter.

Zunächst wurden mit stark verdünnter schwarzer Farbe sämtliche Lüftergitter ausgelegt, so holt man viel Tiefe aus diesen Bereichen. Das ist immer der ersten Schritt die Lok „zum Leben“ zu bringen. Dann ging es mit einem gebrochenen Schwarzton (etwas Braun zugemischt) an den Aufbauklappen weiter. Die Farbe muss in die Vertiefungen hineinlaufen, überschüssige Farbe wird mit einem Wattenstäbchen abgenommen.

Nun kommen Staub- und Pigmentfarben zu Einsatz: Bremsstaub auf den Laufgittern des Umlaufs, den Drehgestellen und dem Tank. Die Rußfarbe am Auspuff mit Ruß, tiefschwarz.

Noch ein grundsätzlicher Hinweis: Auf manchen Bildern wirkt die Alterung (gerade bei N) etwas heftig und fleckig – vor allem wenn man die Bilder im Vollbild auf einem heute üblichen großen Monitor wirft und damit das Lokmodell mehrfach vergrößert abbildet. Meine 20 Mpx Spiegelreflex mit Makroobjektiv und die Studioblitzanlage holt gnadenlos jedes Detail heraus. Dies entspricht leider nicht immer wie man die Modelllok in 1:1 wahrnimmt, da wirken die Fahrzeuge i.d.R. stimmiger als die „hight tec“ Fotos vermitteln können.

 

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.